Historie

Unabhängige Arbeitnehmer sind in der Regel die Mehrheit im Betrieb, aber die Minderheit in der Arbeitnehmervertretung. Anfang der 70er Jahre wurde deshalb das Betriebsverfassungsgesetz so geändert, dass bei den Betriebsratswahlen 1972 erstmalig in stärkerem Maße unabhängige Kandidaten antreten konnten. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollten sich nicht durch ferngesteuerte Organisationen vertreten lassen. So entstand aus dem Wunsch der Arbeitnehmer, ihre Vertretung selbst in die Hand zu nehmen, die „Aktionsgemeinschaft unabhängiger Betriebsräte – AUB“.
Die neue Organisationsform ermöglichte es vielen Arbeitnehmern, sich unabhängig von Gewerkschaften, Parteipolitik und kirchlichen Einflüssen für ihre Auffassung einer Mitarbeitervertretung einzusetzen. Unter Beibehaltung der Abkürzung AUB wurde aus der „Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsräte“ am 22. Juli 1986 die „Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger – AUB e.V.“
 
In den 90er Jahren beschäftigte sich die AUB verstärkt mit Fragen der Tarifpolitik und mit den Auswirkungen der neuen Informationstechnologien auf die Arbeitswelt.
 
2007 wurde in Nürnberg auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Vor dem Hintergrund der Siemens/Schelsky-Affäre wurde nach einer intensiven Diskussion die neue Ausrichtung der AUB beschlossen. Mit großer Mehrheit wurde eine neue Satzung angenommen. 
Neben den 5 Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes bilden die Sprecher der Initiativkreise den Gesamtvorstand.