Pressemitteilung 02/17 vom 02.02.17

Thema: Tag der betrieblichen Mitbestimmung am 4. Februar 2017

Rainer Knoob, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger e.V. (AUB), sagte heute anlässlich des von der AUB ausgerufenen Tages der betrieblichen Mitbestimmung am 4. Februar 2017

Am 4. Februar 1920 trat das erste deutsche Betriebsrätegesetz in

Kraft. Es wurde unter großen Opfern erstritten.

Fast in Vergessenheit geraten sind heute die Ereignisse während

der Verhandlungen zu diesem Gesetz: Demonstrationen voller

Gewalt und Aggression, die letztlich sogar zur Verhängung des

Ausnahmezustandes führten.

Das Betriebsrätegesetz basierte auf der Überzeugung und dem

Glauben an mündige, selbstbewusste Arbeitnehmer und

Arbeitnehmerinnen. Bisherige Industrieuntertanen wurden zu

Industriebürgern, die aktiv am Arbeitsleben teilnehmen und

die Ausgestaltung ihrer Arbeitsbedingungen mitwirken bzw.

mitbestimmen können.

„Die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger

versteht sich als unabhängige Vertretung einer modernen

Arbeitnehmerschaft, für die betriebliche Lösungen im

Vordergrund stehen.

Wir haben den Tag der betrieblichen Mitbestimmung am 4. Februar

2017 ins Leben gerufen, um an diejenigen zu erinnern,

die 1920 für die gleichen Ziele gekämpft haben wie wir heute:

selbstbewusste Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die

betriebliche Lösungen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit

dem Arbeitgeber zum Wohle der Betriebe und der Beschäftigten

aushandeln“, sagte Rainer Knoob.

Heute haben in vielen deutschen Unternehmen Arbeitgeber und

Betriebsräte eigenständige Regelungen für sich gefunden, weil sie

betriebliche Lösungen tariflichen Vereinbarungen vorziehen.

„Die Tarifvertragsparteien – Arbeitgeberverbände und

Gewerkschaften – beharren seit Jahrzehnten auf Branchen-

Tarifverträgen, die teilweise keinen Spielraum für betriebliche

Ausgestaltungen lassen. Das  Betriebsverfassungsgesetz,

Nachfolger des Betriebsrätegesetzes, gibt Arbeitgebern und

Betriebsräten – mehr oder weniger zaghaft – die Möglichkeiten

vor Ort betriebliche Lösungen zu diskutieren und zu finden,

die für alle Beteiligten einen Mehrwert haben: für den Betrieb,

den Arbeitgeber und damit auch für Arbeitnehmer“, so Knoob

weiter.

„Die AUB  stellt deshalb 10 Thesen zur betrieblichen

Mitbestimmung zur Diskussion, denn wir sind überzeugt,

dass das Modell der betrieblichen Mitbestimmung ein

Erfolgsmodell ist.

Aus ihnen ist erkennbar, wofür die AUB auch in den nächsten

Jahren stehen wird und welchen Weg wir in Zukunft einschlagen

werden in einer Tradition, der wir uns verpflichtet fühlen:

der betrieblichen Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den

Betrieben.

Anlage :NuernbergerThesen_040217

 

Impressum

 

Verantwortlich                  

AUB e.V. – Die Unabhängigen

Kontumazgarten 3

90429 Nürnberg

Telefon: 0911 / 28708-0

Telefax: 0911 / 28708-20

Email: info@aub.de

Internet: www.aub.de

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Für die Richtigkeit der Inhalte der angegebenen Links wird keine Haftung übernommen.